• Das Sportlerheim ist Anlaufpunkt im Nahetal

    Das Sportlerheim ist Anlaufpunkt im Nahetal

    FC Lauretta Frauenberg sucht nach plötzlicher, schwerer Erkrankung der Wirtin eine neue Lösung

    Von Sascha Saueressig

    Frauenberg. Ein Fahrradfahrer macht sich gerade wieder auf, während wenige Minuten später ein Jogger die Bahnhofstraße herunterkommt und für einen Zwischenstopp die Gaststätte ansteuert, um beim Verschnaufen aufzutanken. Auf dem benachbarten Parkplatz steht ein Dutzend Autos.

    Ruhig und idyllisch liegt die Sportanlage des FC Lauretta Frauenberg im Nahetal zwischen Sonnenberg und Frauenberg. Dort betreibt der FC sein Sportlerheim als einzige Anlaufstätte, als Feierabendkneipe oder Festraum für Familien- und andere Feiern. „Früher hatten wir zusätzlich zu unserem Vereinsheim zwei Gasthäuser bei uns im Ort und eines in Sonnenberg“, berichtet Andreas Schwarz, der Vorsitzende des FC Lauretta. Doch inzwischen weisen nur noch die alten Schilder auf inzwischen geschlossene Etablissements hin.

    „Bis 2006 haben wir das Vereinsheim in Eigenregie betrieben, aber danach verpachtet“, schildert Schwarz. 2015 habe die Vereinsführung nach dem Verkauf der wenige Hundert Meter entfernten Gaststätte „Zur Burg“ entschieden, die dortige Pächterin anzustellen. Und diese betrieb die Wirtschaft im Nahetal bis vor wenigen Wochen. Dann gab es einen plötzlichen und harten Einschnitt: Die bisherige Wirtin kollabierte in der Vereinsgaststätte und ist seither in medizinischer Versorgung stationär im Westerwald. „Das sieht nicht gut aus. Und wir waren alle entsetzt und tiefst betroffen“, schildert Schwarz. Und während man im 140 Mitglieder zählenden Verein mit der Familie mitfühlt und diese auch unterstützt, stellt sich die Frage, wie es im Sportlerheim weitergehen kann und soll?

    Denn die Gaststätte ist nicht nur für die Mitglieder, sondern auch für die Bürger aus Frauenberg und Sonnenberg ein zentraler Anlaufpunkt. Doch es gibt keinen Spielbetrieb der Fußballer mehr. Steppaerobic und Gymnastikdamen sind im Bürgerhaus in ihren Übungsstunden und nur die E-Dart-Spieler des Clubs Galaxy kommen zum Training und für ihre Spiele ins Vereinsheim. Dennoch verständigte man sich im Vorstand zügig, ab Juli an drei Tagen unter der Woche abends von 17 Uhr an zu öffnen. Dazu wurde auch noch ein Sonntag geöffnet und die Dartspieler des Clubs Galaxy sollen an ihren Spieltagen samstags ebenfalls öffnen. Und dies wird angenommen. Am Tisch neben dem Eingang sitzen ein knappes Dutzend Gäste.

    Parallel läuft die Suche nach einem neuen Pächter. „Wir sind uns klar, dass wir so eine Wirtin nicht mehr finden werden“, sagt Schwarz.

    Aber das Vereinsheim ist als Veranstaltungsort, neben dem großzügigen Gastraum mit fünf großen Tischen und einer Küche für die Zubereitung von Speisen auch mit zwei Grillstationen, einem Kühlraum und einem ins Freie zu öffnenden Nebenraum mit Platz für mehr als 50 Gäste auch für größere Feste geeignet. „Wir haben immer wieder Feste wie Konfirmationen. Gerade am letzten Wochenende hatten wir eine große Geburtstagsfeier“, sagt Schwarz.

    Das haben sie mit einigen Helfern aus dem Vorstand gestemmt. Aber schon jetzt ist klar, dass die 20 Freiwilligen den Gaststättenbetrieb nicht dauerhaft stemmen können. „Ich helfe, seit ich 16 war. Damals hatten die Fußballer immer zwei Wochen lang im Training und an den Spieltagen Dienst“, erinnert sich Schwarz. In den Hochzeiten der 1970er bis 90er-Jahre habe man alljährlich ein Wirteessen für die Helfer ausgerichtet, bei dem bis zu 150 Vereinsmitglieder und deren Angehörige teilnahmen.

    Er ist der vierte Vorsitzende des FC seit 1953 und schon 20 Jahre an der Vereinsspitze. „Wir wollen das Vereinsheim auf jeden Fall weiter betreiben, aber suchen einen Pächter, der hier vielleicht auch etwas aufbauen will“, schildert er. Allein um das idyllische Gelände, über das täglich noch die Mähroboter laufen, um den Rasen kurzzuhalten, erhalten zu können. Denn aktuell sind es vor allem viele Nilgänse, die die Ruhe des Nahetals für sich nutzen.

    ⨁Interessenten können sich bei Andreas Schwarz per E-Mail an

    fc-lauretta-frauenberg@t-online.de   informieren.

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    Ortsbürgermeister Karl-Heinz Thom (links) im Gespräch, während Lauretta-Vorsitzender Andreas Schwarz hinter der Theke steht.
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    Das Außengelände wird weiter gepflegt, auch wenn schon seit zwei Jahren kein Ball mehr über den Rasen rollt.
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    Der Dartclub Galaxy trainiert regelmäßig im Vereinsheim des FC Lauretta und trägt dort auch seine Meisterschaftsspiele aus.

    (Fotos Sascha Saueressig)


  • Abschlusswanderung Frauenhilfe

    Abschlusswanderung Frauenhilfe

    Die Frauen der Frauenhilfe Frauenberg hatten sich auch in diesem Jahr die wunderschöne Anlage des Verschönerungsvereins Hammerstein für ihre Abschlussveranstaltung ausgesucht.

    23 Frauen waren schließlich in bester Laune versammelt, von denen allerdings nur fünf trotz des heißen Wetters tapfer  den Weg nach Hammerstein zu Fuß gewagt hatten.

    Wieder wurden sie bestens von den fleißigen Händen der Theken- und Grill-Mannschaft des Verschönerungsvereins versorgt und konnten den Abend bis nach Sonnenuntergang genießen. (Text und Fotos Rita Eckert)Abschlusswanderung Frauenhilfe 2026 07 09 Frauenhilfe Foto 1 scaledAbschlusswanderung Frauenhilfe 2026 07 09 Frauenhilfe Foto 2 scaled


  • Abschlussgrillen Turnerfrauen

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    Auch in diesem Jahr konnten die Turnerfrauen ihren Sommer-Abschluss genießen. Das schöne Wetter und die nicht zu heißen Temperaturen trugen zur guten Stimmung bei. An Gesprächsstoff mangelte es auch nicht.

    Klaus Tzschoppe und Gerd Kappel hatten sich dankenswerterweise wieder bereit erklärt, das Grillen zu übernehmen.

    Ein schöner Abend!

    (Text und Fotos Rita Eckert)


  • Transformation durch Sprache

     

    Lieber Leser, liebe Leserin, ich schreibe über Schmerz und verwandele ihn durch Sprache in Bedeutung. Manchmal müssen wir den Schmerz nicht betäuben, sondern mutig ansehen, um ihn zu verstehen und das Erlebte zu integrieren. Für mich bedeutet Schreiben genau das: Transformation. Das Verwandeln von Leere, Angst und Selbstzweifeln in Worte, die Halt geben. Verglühter Schmerz ist eine Einladung an Dich, diese Brücke von Verzweiflung und Hoffnung zu betreten. Als Pädagogin und Autorin weiß ich, wie schwer es ist, für diese Gefühle die richtigen Worte zu finden. Genau deshalb habe ich dieses Buch geschrieben: um Schmerz eine Stimme zu geben. Ab sofort gibt es Verglühter Schmerz auch als Ebook.

    Alena Naab, Autorin für tiefgründige Literatur und Pädagogin. Mehr Infos unter: alenasbuecher.de


  • Die Ge­schich­te der streit­ba­ren Lo­ret­ta 

    Die Ge­schich­te der streit­ba­ren Lo­ret­ta  2026 07 01 Vortrag Lauretta Foto 2Mittwoch, 1. Juli 2026, Nahe-Zeitung / Lokales Seite 22

     

    Die Ge­schich­te der streit­ba­ren Lo­ret­ta 

    Von Ger­hard Mül­ler

    Überzeugend und ausdrucksstark brachte Prof. Dr. Nina Gallion die Geschichte der streitbaren Gräfin Loretta von Sponheim rüber und machte so die Geschichte lebendig.

    Ge­schichts­pro­fes­so­rin Nina Gal­li­on er­zählt über die Hin­ter­grün­de der Spon­hei­mer Re­gen­tin im 14. Jahr­hun­dert  

    Frau­en­berg. Das Leben der streit­ba­ren Grä­fin Lo­ret­ta von Spon­heim in­ter­es­siert of­fen­sicht­lich die Men­schen der Re­gi­on. Die 64 be­reit­ge­stell­ten Stüh­le muss­ten kur­zer­hand um 20 Plät­ze er­wei­tert wer­den, so groß war trotz brü­ten­der Hitze das In­ter­es­se an dem Vor­trag von Pro­fes­so­rin Nina Gal­li­on. „Mit so viel Zu­spruch hat­ten wir nicht ge­rech­net“ – Orts­bür­ger­meis­ter Karl Heinz Thom konn­te neben der Re­fe­ren­tin Gal­li­on auch Land­rat Mi­ros­law Ko­wal­si und den Lei­ter des Lan­des­mu­se­ums in Bir­ken­feld, Hisso von Selle, im voll be­setz­ten Ge­mein­de­haus be­grü­ßen. Der Vor­trag wurde von der Di­rek­ti­on Bur­gen Schlös­ser, Al­ter­tü­mer, die unter dem Dach der GDKE (Ge­ne­ral­di­rek­ti­on Kul­tu­rel­les Erbe) an­ge­sie­delt ist, or­ga­ni­siert. GDKE-Vize Flo­ri­an Ha­sen­knopf über­nahm die Vor­stel­lung von Gal­li­on, die als Ex­per­tin für spät­mit­tel­al­ter­li­che Ge­schich­te viele Fach­bü­cher zum spä­ten Mit­tel­al­ter ver­öf­fent­licht hat und an der Uni in Mainz Vor­le­sun­gen hält.

    In ihrem Vor­trag um­schrieb die Ge­schichts­pro­fes­so­rin die ge­sam­te Bio­gra­fie der streit­ba­ren Grä­fin Lo­ret­ta von Spon­heim und wie sie es schaff­te, als Frau die ter­ri­to­ria­le Herr­schaft im 14. Jahr­hun­dert zu be­haup­ten.

    Über ihre Kind­heit ist wenig ver­merkt, man weiß nicht mal, wann sie genau ge­bo­ren wurde – es war wohl ir­gend­wann vor 1300. Si­cher ist da­ge­gen, dass sie in jun­gen Jah­ren anno 1312 Graf Hein­rich von Spon­heim ge­hei­ra­tet hatte.

    In die­ser Zeit war der Hoch­adel sehr dar­auf be­dacht, dass durch Hei­rat ihrer Nach­kom­men die ter­ri­to­ria­le Herr­schaft mög­lichst aus­ge­baut wurde. Als Lo­ret­tas Ehe­mann Hein­rich über­ra­schend 1323 mit knapp 30 Jah­ren starb, über­nahm Lo­ret­ta mit ihren drei un­mün­di­gen Kin­dern die Herr­schaft. In der Män­ner­do­mä­ne muss­te sie ak­zep­tiert wer­den. Mit Ent­schlos­sen­heit kämpf­te sie zu­nächst gegen die Land­flucht im In­nern und hatte ihre ter­ri­to­ria­len Gren­zen gegen die an­ge­sie­del­ten Bur­gen der nä­he­ren Um­ge­bung zu ver­tei­di­gen.

    Als be­son­de­rer und über­mäch­ti­ger Geg­ner sei Erz­bi­schof und Kur­fürst zu Trier Bal­du­in ge­nannt. Er spiel­te eine wich­ti­ge Rolle bei der Si­che­rung der Macht im Hei­li­gen Rö­mi­schen Reich und er­wei­ter­te sei­nen Ein­fluss ste­tig. Lo­ret­ta kid­napp­te ihn an der Mosel und in­haf­tier­te ihn auf der als un­ein­nehm­bar gel­ten­den Star­ken­burg. Zu den Ver­hand­lun­gen, um die Frei­ga­be von Bal­du­in zu er­lan­gen, war sogar König Jo­hann von Böh­men per­sön­lich zur Star­ken­burg an­ge­reist. Lo­ret­ta stell­te sich als knall­har­te Ver­hand­lungs­füh­re­rin dar und er­hielt von Bal­du­in nicht nur Lö­se­geld, son­dern auch einen Ver­zicht, die hin­ter­spon­hei­mi­schen Bur­gen an­zu­grei­fen. Sie er­reich­te auch, dass sich Bal­du­in beim Papst in Avi­gnon ein­setz­te, dass der über sie aus­ge­spro­che­ne Kir­chen­bann wie­der auf­ge­ho­ben wurde. Dazu muss­te sie selbst zum Papst nach Avi­gnon rei­sen und er­reich­te tat­säch­lich, dass der Bann gegen leich­te Auf­la­gen wie­der auf­ge­ho­ben wurde. Es war schon eine kom­ple­xe Auf­ga­be, Tag für Tag ihre Herr­schaft zu si­chern. Lo­ret­ta ge­lang dies als Re­gen­tin durch ent­schlos­se­nes Han­deln, mit po­li­ti­scher Klug­heit und einem sehr guten Netz­werk. Eine klare Ab­sa­ge er­teil­te die Re­fe­ren­tin der weit ver­brei­te­ten Theo­rie, dass die Frau­en­burg aus dem er­press­ten Lö­se­geld von Bal­du­in ge­baut wor­den sei. Somit be­stä­tig­te sie die These des Frau­en­ber­ger Ge­schicht­stamm­tischs, das eine Burg in die­ser Grö­ßen­ord­nung in so kur­zer Zeit nicht er­baut wer­den konn­te.

    Der Ge­schichts­pro­fes­so­rin ge­lang es in ihrem rund ein­stün­di­gen Vor­trag, dass die Gäste sich gut in die 700-jäh­ri­ge Ver­gan­gen­heit ein­fin­den konn­ten. „Man konn­te sich quasi das harte Leben der Lo­ret­ta vor Augen füh­ren, sie hat die Ge­schich­te le­ben­dig ge­macht“, ana­ly­sier­te ein Be­su­cher, wie er den Vor­trag wahr­ge­nom­men hatte. Auch Land­rat Ko­wal­ski ge­fiel der Vor­trag, er lud die Pro­fes­so­rin zu einem Vor­trag nach Bir­ken­feld oder Herr­stein ein. Ab­schlie­ßend be­ant­wor­te­te die Re­fe­ren­tin ei­ni­ge Fra­gen aus dem Pu­bli­kum und merk­te an, zu einem wei­te­ren Vor­trag er­neut die Re­gi­on be­su­chen zu wol­len.

     

    Blick in den vollbesetzten SaalDie Ge­schich­te der streit­ba­ren Lo­ret­ta  2026 07 01 Vortrag Lauretta Foto 3


  • Frauenbergs Geschichte wird lebendig

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    Frauenbergs Geschichte wird lebendig IMG 20260621 WA0007 Frauenbergs Geschichte wird lebendig IMG 20260621 WA0015 Frauenbergs Geschichte wird lebendig IMG 20260621 WA0001

     

    Zu einem besonderen Abend voller Geschichten, Begegnungen und regionaler Geschichte kamen am 20. Juni 2026 Besucherinnen und Besucher im Gemeindehaus zusammen. Vorgestellt wurden die beiden Buchprojekte „Verglühter Schmerz“ und „Das Haus am Ellerbach“.

    „Das Haus am Ellerbach“ ist ein historischer Roman, der die Leserinnen und Leser in das Frauenberg des Jahres 1250 entführt. Die Autorin, die selbst in Frauenberg lebt, verbindet ihre Begeisterung für die regionale Geschichte mit einer lebendigen Erzählweise und macht damit ein Stück Heimat auf besondere Weise erlebbar.

    Die Lesung wurde durch die Präsentation von Kurzfilmen sowie Ausschnitten aus dem Hörbuch ergänzt. So konnten die Gäste die Geschichte nicht nur hören, sondern auch sehen und auf verschiedenen Ebenen erleben. Die Verbindung aus Literatur, Bild und Klang machte die Welt des mittelalterlichen Frauenbergs greifbar und eröffnete neue Perspektiven auf die eigene Heimat.

    Einen besonderen Mehrwert boten die historischen Erläuterungen von Achim Bechtel. Mit seinem Wissen über das Leben im Jahr 1250 ergänzte er die Lesung um spannende Details und zeigte, wie eng die Handlung des Romans mit den historischen Gegebenheiten der Region verknüpft ist. Seine Ausführungen machten deutlich, dass Geschichte nicht fern und abstrakt ist, sondern direkt vor unserer Haustür stattgefunden hat.

    Der Abend zeigte eindrucksvoll, wie Geschichten Menschen miteinander verbinden und das Bewusstsein für die eigene Herkunft stärken können. Gerade in einer Zeit, in der vieles immer schneller wird, wächst die Bedeutung von Erzählungen, die Identität stiften und die Wurzeln einer Gemeinschaft sichtbar machen.

    Zum Abschluss erhielt jeder ein kleines Kräutersäckchen mit Kräutern aus dem mittelalterlichen Klostergarten. Diese liebevolle Geste schlug eine Brücke zur Zeit des Romans und gab den Besucherinnen und Besuchern ein duftendes Stück Geschichte mit nach Hause.

    Die Veranstaltung machte deutlich: Heimat lebt von den Menschen, die ihre Geschichten bewahren und weitererzählen.


  • Donnerstag, 18. Juni 2026, Nahe-Zeitung / Lokales

    Die star­ke und streit­ba­re Grä­fin Lo­ret­ta von Spon­heim   

    Von Ger­hard Mül­ler

     

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    Die Herrscherin der Frauenburg, Gräfin Loretta von Sponheim, wird in einem Vortrag von Professorin Nina Gallion ins Licht der Öffentlichkeit gerückt. Foto: Gerhard Müller

     

    Vor­trag in Frau­en­berg be­fasst sich mit dem Thema weib­li­che Herr­schaft auf Bur­gen 

    Frau­en­berg. Unter dem Titel „Mit Schlei­er und Schwert“ macht die Ge­ne­ral­di­rek­ti­on Kul­tu­rel­les (GDKE) Erbe in Frau­en­berg Sta­ti­on. Bei die­sem Vor­trag wird das Thema weib­li­che Herr­schaft auf Bur­gen ver­tieft. Zur Vor­ge­schich­te sei ge­sagt, dass seit dem Jahr 2023 die Burg­rui­ne in Frau­en­berg zur re­gel­mä­ßi­gen In­spek­ti­on be­sucht wird, 2023 unter Füh­rung der Che­fin der GDKE, An­ge­la Kai­ser-Lahme.

    Sinn und Zweck der In­spek­ti­on ist immer die Be­gut­ach­tung des Bau- und Pfle­ge­zu­stan­des der An­la­ge. In einem Ver­trag aus dem Jahr 2016 sind dazu ei­ni­ge Ver­ant­wort­lich­kei­ten und Pflich­ten auf die Ge­mein­de Frau­en­berg über­tra­gen wor­den. Der Ver­schö­ne­rungs­ver­ein von Frau­en­berg hat sich dan­kens­wer­ter­wei­se der Pfle­ge der his­to­ri­schen An­la­ge an­ge­nom­men. In einer ge­müt­li­chen Runde im Hause des Bür­ger­meis­ters Karl-Heinz Thom wurde da­nach das Er­geb­nis der Be­sich­ti­gung be­spro­chen und über die his­to­ri­schen Hin­ter­grün­de dis­ku­tiert.

    Dabei hat Achim Bech­tel als aus­ge­wie­se­ner Ken­ner der Burg ei­ni­ges dazu bei­ge­tra­gen, was Kai­ser-Lahme zu der Idee führ­te, vor Ort einen Vor­trag zu or­ga­ni­sie­ren. Zu­nächst tat sich nichts, so­dass der Bür­ger­meis­ter zwei­fel­te, ob die Ver­an­stal­tung über­haupt statt­fin­den würde. Nach­dem dann im Früh­jahr 2024 erste In­for­ma­tio­nen aus­ge­tauscht wur­den, kam Be­we­gung in die An­ge­le­gen­heit. Mit Frau Zirn­gibl, der Ver­ant­wort­li­chen für Ver­an­stal­tun­gen auf den Bur­gen und Schlös­sern wurde ein Ver­trag ge­schlos­sen. Pro­fes­so­rin Nina Gal­li­on, eine aus­ge­wie­se­ne und mit ver­schie­de­nen Aus­zeich­nun­gen ge­lob­te Ex­per­tin der Jo­han­nes-Gu­ten­berg-Uni­ver­si­tät Mainz, be­son­ders kennt­nis­reich über die Ter­ri­to­ri­al­ge­schich­te des Erz­bis­tums Mainz in Ver­bin­dung mit der Reichs­ge­schich­te im Mit­tel­al­ter, wird die­sen Vor­trag hal­ten.

    Sie ist durch meh­re­re Bü­cher, zahl­rei­chen Ver­öf­fent­li­chun­gen und in den Me­di­en sehr be­kannt und forscht wei­ter­hin zur Ent­wick­lung von Städ­ten und zur Ge­schlech­ter­ge­schich­te im Mit­tel­al­ter. Nina Gal­li­on nimmt die streit­ba­re und star­ke Grä­fin Lo­ret­ta von Spon­heim und die ter­ri­to­ria­le Be­haup­tung ihrer Herr­schaft im 14. Jahr­hun­dert in Frau­en­berg unter die Lupe. Der Vor­trag unter dem Titel „Weib­li­che Herr­schaft“ fin­det am Mitt­woch, 24. Juni, ab 19 Uhr im Ge­mein­de­haus in Frau­en­berg statt. We­ni­ge Tage zuvor lädt Alina Naab zu einer Le­sung eben­falls ins Frau­en­ber­ger Ge­mein­de­haus ein: Von 18 bis 20 Uhr wird sie am Sams­tag, 20. Juni, gleich zwei Bü­cher vor­stel­len. An die­sem Abend öff­nen sich die Türen zu zwei Wel­ten, die un­ter­schied­li­cher nicht sein könn­ten und doch die­sel­be Frage stel­len, be­schreibt Alina Naab ihre Bü­cher. Dabei wird zu­nächst der Roman „Ver­glüh­ter Schmerz, wenn das Leben Error schreit“ vor­ge­stellt. Im zwei­ten Teil er­hal­ten die Gäste einen Ein­blick in ein un­ver­öf­fent­lich­tes Her­zens­pro­jekt. Mit dem Titel „Das Haus am El­ler­bach“ geht es um eine his­to­ri­sche Er­zäh­lung, die im Jahre 1250 im Dorf Frau­en­berg spielt. Es soll Licht in die Frage brin­gen, wie die Men­schen da­mals leb­ten.

     


  • Die streitbare Gräfin, Loretta von Sponheim

    2026-03-29 Loretta Die streitbare Gräfin

    Zur Erinnerung…

    der Termin des Vortrages rückt näher:

    Am Mittwoch, dem 24.05.26 hält Prof. Dr. Nina Gallion um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus in Frauenberg einen Vortrag über Loretta von Sponheim und die Behauptung territorialer Herrschaft im 14. Jahrhundert. (siehe unten).

     

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